(08.11.2024) - Die Umgestaltung des Dorfplatzes, die Sanierung des Rathauses sowie der Bau eines neuen Feuerwehrhauses und einer Pumptrack-Anlage für sportliche Aktivitäten sind nur einige der Projekte, die derzeit den Ortschaftsrat von Gölshausen beschäftigen. Bei einem Besuch der Gemeinderatsfraktion und des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen zeigte Ortsvorsteher Thomas Tossenberger am vergangenen Freitag die zentralen Anliegen und Pläne auf, die das Dorf voranbringen sollen. Ziel sei es, so Tossenberger, Begegnungsorte für die Gemeinschaft zu schaffen und die Infrastruktur nachhaltig zu modernisieren.
„Die Stärkung der Dorfgemeinschaft ist das größte Anliegen des Ortschaftsrats", betonte Tossenberger beim Empfang der Grünen-Fraktion im Rathaus. Er erläuterte, dass – statt auf kostspielige Neubauten zu setzen – vielmehr das Rathaus selbst grundlegend saniert und die bestehenden Raumreserven effizienter genutzt werden sollen. „Von außen zeigt sich das Rathaus in passablem Zustand, doch innen entspricht es technisch und energetisch den 1960er Jahren“, so der Ortsvorsteher. Diese Überlegungen stießen bei der Grünen-Fraktion auf Unterstützung. Fraktionsvorsitzender Otto Mansdörfer hob hervor, dass eine Sanierung des Rathauses dem Wunsch nach einem zentralen Treffpunkt und den Bedürfnissen der Bürgerschaft am besten gerecht werde.
Nächste Station des Rundgangs war das geplante Feuerwehrhaus, das nahe der Firma Hannich entstehen soll. Ein Baubeginn sei jedoch erst Ende 2026 zu erwarten, da noch Fragen zum Regenrückhalt und Baurecht geklärt werden müssen. Die Grünen-Fraktion hob hervor, wie dringend ein modernes und gut ausgestattetes Feuerwehrhaus für die Sicherheit des Stadtteils sei, und sicherte ihre Unterstützung für eine zügige Planung und Umsetzung zu. Im direkten Zusammenhang mit dem Feuerwehrhaus steht bislang die geplante Pumptrack-Anlage, die besonders Jugendlichen eine sportliche Freizeitmöglichkeit bieten soll. Tossenberger erläuterte, dass der Ortschaftsrat hier eine mobile, modulare Anlage bevorzuge, die flexibel und wenig aufwendig zu installieren sei. Auch sehe er den geeigneteren Standort in der Nähe des Sportplatzes. Alle Fraktionsmitglieder sprachen sich ebenfalls für das Sportareal als Standort der Pumptrack-Anlage aus, um die bestehenden Freizeitflächen aufzuwerten und die Attraktivität für junge Menschen zu steigern.
Ein weiterer Wunsch des Ortschaftsrats betrifft den Dorfplatz, der aus Sicht der Grünen noch deutlich mehr Grünelemente erhalten könnte. Frank Schneidereit, Architekt und Mitglied im Grünen-Vorstand, schlug vor, den Dorfplatz klimafreundlicher und attraktiver zu gestalten. „Im Zuge des Klimawandels wird Schatten zu einem wertvollen Gut“, sagte Schneidereit und empfahl, versiegelte Flächen auf dem Platz zu reduzieren und durch Bepflanzung einen kühleren, einladenderen Ortsmittelpunkt zu schaffen. Die Schulhofnutzung und Dorffeste stünden dem keineswegs entgegen, vielmehr würde die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert. Diese Idee fand breite Zustimmung, da sie den aktuellen Bedürfnissen der Bewohner entspricht und zugleich einen Beitrag zur Klimaanpassung leistet.
Aktuell bestehe laut Ortsvorsteher Tossenberger kein großer Bedarf an neuen Bauflächen in Gölshausen. Laufende Modernisierungen und Neubauten im alten Dorf und das Reihenhausprojekt am Knittlinger Berg entsprächen derzeit den Bedürfnissen. Mit dem Neubaugebiet „Berglen II liege ein größeres Wohnbauprojektein der weiteren Zukunft. Die Arbeit an den Gemeinschaftsprojekten im Dorf stehe für den Ortschaftsrat eindeutig im Vordergrund. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass Gölshausen die notwendige Unterstützung bekommt, um zukunftsfähig und lebenswert zu bleiben“, erklärte Mansdörfer abschließend.
(15.04.24) Die Themen des zweiten politisch-historischen Stadtspaziergangs der GRÜNEN reichten von Stadtplanung, Anregungen zur zukünftigen Stadtentwicklung, der Gartenschau 2031 und deren begleitenden Maßnahmen bis hin zu Verkehr und die Entwicklungen rund um den Brettener Bahnhof. Stadtführer Holger Horn gab an passender Stelle zahlreiche Einblicke in die Geschichte Brettens. Mittels QR-Codes konnte über das eigene Smartphone ergänzendes Bildmaterial begleitend betrachtet werden.
Um den Melanchthontower sei es still geworden, berichtete Otto Mansdörfer. Durch gestiegene Baupreise und Bauzinsen gehe es aktuell dort nicht weiter. Vom Alexanderplatz berichteten die Teilnehmenden aus Diedelsheim von der gefährlichen Querung für Radfahrende an der Ampelkreuzung und auf dem Schutzstreifen. Autofahrer würden diesen häufig missachten. Für Radfahrende bedürfe es einer sicheren Wegeführung am vielbefahrenen Alexanderplatz, so Jutta Biehl-Herzfeld.
Das Bahnhofsquartier liege in einem Dornröschenschlaf, mit geschlossener Bahnhofshalle und abgeschaltetem Regiomove Port, einst als Zeichen der Verkehrswende öffentlich gefeiert. Auch in die Jahre gekommene Fahrradabstellboxen und Überdachungen aus den 80iger seien kein Schmuck für den Bahnhofsvorplatz. Frank Schneidereit führte auf eine Zeitreise in das Jahr 2031. Reisende würden am Bahnhof ankommen, um die Gartenschau zu besuchen. Der erste Eindruck zähle, der Bahnhof sei das Tor zur Stadt. Die Bahnhofstraße brauche deshalb eine gestalterische Aufwertung, ähnlich den laufenden Maßnahmen in der Pforzheimer Straße. Entlang der Südseite der Bahnhofstraße könne eine durchgehende Bebauung zu neuen Nutzungen führen, um das Quartier zu beleben. Damit werde es für die Bahn auch interessant, die Bahnhofshalle erneut mit Leben zu füllen.
An der Unterführung zu den Gleisen erläuterte Otto Mansdörfer die baulichen Unwägbarkeiten im barrierefreien Ausbau des Bahnhofes. Den Aufzügen stünden noch Stützen der Bahnsteigüberdachung und deren mächtige Fundamente im Weg, deren Ausmaß unbekannt waren. Es gehe es schon weiter, aber nicht so schnell wie ursprünglich angekündigt.
Auf die Historie ging Holger Horn an der Schießmauer ein. Es ist der Ort, an dem ab dem 18. Jahrhundert auf freiem Feld das „Freischießen“ veranstaltet wurde. Daraus entwickelte sich im 19. Jh. das „Schützenfest“, das heutige Peter-und-Pauls-Fest. Den ersten Schützen diente der Steinbruch als sichere Rückwand hinter den Zielscheiben.
Fabian Nowak berichtet über die Anschlussunterbringung von Geflüchteten in den Räumlichkeiten an der Schießmauer und weiteren angemieteten Wohnungen. Die mehrfach erweiterte Bebauung biete auch weiteren preisgünstigen Wohnraum. Seitens der Stadt Bretten sind zwei Stellen von Integrationsbeauftragten besetzt. Gerhard Junge-Lampart ergänzt die die Beschreibung hinsichtlich zweier weiterer Integrationsbeauftragter des Landkreises.
An der Wilhelmstraße erläuterte Björn Böttle eine kurzfristig umsetzbare Verkehrslösung zur Entlastung der Anwohner. Mit dem vorhanden Straßensystem lasse sich der Autoverkehr in beiden Fahrtrichtungen auf die Südseite des Brühlgrabens mit den lärmunempfindlichen Gewerbenutzungen verlagern. Die andere Seite im Norden könne auf eine verkehrsberuhigte Anliegerstraße reduziert werden. Jutta Biehl-Herzfeld betonte, bei der Umsetzung die notwendigen Fahrradquerungen zu berücksichtigen. Die Beteiligten unterstrichen, eine solche Lösung harmoniere sehr wohl mit den Plänen zur Gartenschau.
Einen weiteren Halt auf dem Weg durch die Stadt machte die Gruppe am Viehmarktplatz. Mittels einer terrassenförmigen Ufergestaltung soll der Saalbach im Zuge der Gartenschau erlebbar werden. Die prächtigen Rosskastanien entlang des Saalbach vermittelten schon heute ein wenig Gartenschau-Feeling.
Am Kirchplatz der Stiftskirche erläuterte Holger Horn die geschichtlichen Ursprünge des Kirchturms als Burgfried einer früheren Burganlage.
Otto Mansdörfer beschrieb die hohen sommerlichen Temperaturen am heute völlig versiegelten Kirchplatz. Historische Aufnahmen zeigen, wie der Kirchplatz früher mit hohen Bäumen und mit einem wassergebundenen Belag gestaltet war. Hier sei eine völlige Umgestaltung mit Entsiegelung und Begrünung notwendig. Die Gespräche hierzu sollten alsbald beginnen.
Nach 2jähriger Pause war die Stadthalle von Biberach wieder gut gefüllt zum politischen Aschermittwoch der Grünen. Locker führte die Bundestagsabgeordnete des Landkreises Biberach, Dr. Anja Reinalter, durch das Programm. Den Auftakt machte Elmar Braun, Noch-Bürgermeister der Nachbargemeinde Maselheim und seit 1991 der erste grüne Bürgermeister bundesweit.
Danach folgten Aya Krkoutli, Sprecherin der Grünen Jugend BW und Lena Schwelling, Co-Landesvorsitzende der Grünen in Baden-Württemberg.
Aus Berlin reiste Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir an und brachte wunderbare Geschichten mit. Und wie immer zum Schluss: Unser Ministerpräsident Winfried Kretschmann als politischer Philosoph.
Verkehrsminister Winfried Hermann zu Gast beim Neujahrstreffen der Brettener Grünen.
Der Ortsverband der Brettener Grünen hatte zum Neujahrstreffen eingeladen und neben den etwa 70 Gästen waren auch die Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz und der Landesverkehrsminister Winfried Hermann nach Bretten-Diedelsheim gekommen.