Stadtteiltour Büchig


Gemeinsam mit Mitgliedern des Grünen Ortsverbands Bretten besuchte die Grüne Gemeinderatsfraktion den Stadtteil Büchig, um sich über aktuelle Projekte, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven zu informieren. Ortsvorsteher Rouven Hipp führte die Gruppe durch den Ort und erläuterte sowohl positive Entwicklungen als auch bestehende Probleme.

„Gerade die Stadtteile liegen uns am Herzen. Deshalb ist uns der direkte Austausch mit den Ortschaftsräten und den Bürgerinnen und Bürgern wichtig. Wer gute Entscheidungen für Bretten treffen will, muss die Anliegen vor Ort kennen und ernst nehmen“, betonte Stadträtin Ute Kratzmeier.

Erste Station war die Ortsverwaltung. Das historische Gebäude weist weiterhin erheblichen Sanierungsbedarf auf. Gleichzeitig entstehen dort neue Ideen für das Gemeindeleben: In einem bislang ungenutzten Raum soll ein öffentliches Bücherzimmer eingerichtet werden – ein Projekt, das den Grünen als niedrigschwelliges kulturelles Angebot für alle Generationen gut gefällt.
Ein zentrales Thema war die Nahversorgung. Seit dem Wegfall des bisherigen Angebots ist Büchig ohne Lebensmittelmarkt. Umso wichtiger ist aus Sicht aller Beteiligten die geplante Ansiedlung eines Netto-Marktes. Sie würde die Versorgung deutlich verbessern und den Alltag vieler Menschen erleichtern. Nun kommt es darauf an, dass das Vorhaben möglichst bald umgesetzt werden kann.
„Eine gute Nahversorgung gehört zur Lebensqualität eines Stadtteils. Deshalb hoffen wir sehr, dass die Planungen für den neuen Markt zügig verwirklicht werden können“, erklärte Stadtrat Otto Mansdörfer.

Mit Sorge wurde dagegen die Entwicklung der ehemaligen Raiffeisen-Geschäftsstelle betrachtet. Das Gelände ist heute ein städtebaulicher Missstand. Nach Ansicht der Grünen wäre es wünschenswert gewesen, das Areal seinerzeit für kommunale Zwecke zu erwerben. Gerade an diesem Standort ließen sich ein Gemeinschaftsraum oder andere öffentliche Nutzungen verwirklichen, die das Dorfleben nachhaltig stärken könnten.
Auch das geplante Wohnbauprojekt entlang der Hügellandstraße war Thema des Rundgangs. Dort sollte ein ökologisch ausgerichtetes und gemeinschaftliches Wohnquartier entstehen. Aufgrund der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ruht das Projekt derzeit. Die Hoffnung besteht jedoch, dass die Planungen wieder aufgenommen und das Vorhaben doch noch umgesetzt werden kann.

„Der Austausch vor Ort ist durch nichts zu ersetzen.“ Stadtrat Frank Schneidereit

Ein weiterer Schwerpunkt war die Situation der Freiwilligen Feuerwehr. Das bestehende Feuerwehrhaus entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Besonders problematisch ist, dass das bestellte neue Feuerwehrfahrzeug nicht durch das bestehende Hallentor passt. Dass die Feuerwehrkamerad*innen nun in Eigenleistung das Tor verbreitern wollen, verdient großen Respekt. Langfristig ersetzt dies jedoch keinen notwendigen Neubau.

Der Rundgang machte deutlich, dass Büchig über ein starkes ehrenamtliches Engagement und viele gute Ideen verfügt. Gleichzeitig braucht der Stadtteil bei wichtigen Zukunftsprojekten – von der Nahversorgung über die Ortsentwicklung bis hin zur Feuerwehr – die notwendige Unterstützung durch die Stadt.
Zum Abschluss zog Stadtrat Frank Schneidereit ein positives Fazit: „Der Austausch vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Wir haben viele Anregungen mitgenommen und werden die angesprochenen Themen im Gemeinderat konstruktiv begleiten. Unser Ziel ist, dass sich auch die Stadtteile weiterhin gut entwickeln können und bei wichtigen Investitionen nicht aus dem Blick geraten.“