Lärmaktionsplanung Teil 2

CDU-Chef sollte lärmgeplagte Anwohner nicht verhöhnen!

Pressemitteilung der Grünen Fraktion

In schöner Regelmäßigkeit stellt die Brettener CDU die geplante und inzwischen ungewisse Südwestumgehung als die heilsbringende Lösung aller Brettener Verkehrsprobleme dar. Hierzu ist folgendes festzustellen:
Umgehung – Die „wirklich wirkungsvolle Verkehrsentlastung in Bretten“ (Knecht) durch die Umgehung ist und bleibt ein Phantom. In der Wilhelmstraße wird sie kaum spürbar sein, in der Georg-Wörner-Straße entsteht sogar mehr Verkehr. Gebaut (oder nicht gebaut) wird die Südwestumgehung ausschließlich aus Fernverkehrsüberlegungen des Bundes heraus, eine Entlastung Brettens ist allenfalls ein Nebenargument. Entlastet würde höchstens die A8 zwischen Pforzheim und Karlsruhe. Dennoch werden Brettener CDU-Politiker nicht müde, die Erzählung von der Entlastung der Stadt zu verbreiten. 


Lärmaktionsplanung – Dass „die Stadt mit Tempo 30 zugepflastert wird“ (Knecht) ist eine Verhöhnung der an den belasteten Straßen wohnenden Menschen. Die im Zuge der Lärmaktionsplanung vorgesehenen Temporeduzierungen senken den Verkehrslärm gerade mal unter die gesundheitsgefährdende Schwelle, nicht mehr und nicht weniger. Leise wird es dort nicht. Im ungewissen Realisierungsfall der SW-Umgehung würde ab 2035 ein wenig Fernverkehr an Bretten vorbeigeführt. Ob das die Lärmwerte an den Hotspots senkt, steht in den Sternen. Und was ist bis dahin? Zehn Jahre oder unbeschränkt weiter gesundheitsschädigender Lärm? 

Dass Vertreter der Brettener CDU gerne für ungehindertes und schnelles Autofahren in der Stadt eintreten, ist ein altbekanntes Phänomen, aber heute völlig aus der Zeit gefallen. Selbst ältere Menschen, die das Auto für ihre täglichen Besorgungen brauchen, wollen nur von A nach B. Von Schnelligkeit ist nicht die Rede. Das sagen im Gespräch auch Ältere aus der Brettener CDU.

Wahlkampf – Nicht von ungefähr wird das Thema Autoverkehr gerade jetzt im Landtagswahlkampf wieder hochgezogen. Und Martin Knecht kann sich bei den CDU-Hardlinern als tatkräftiger Kämpfer für die freie Fahrt auf den Straßen präsentieren.
Es bleibt ein Sturm im Wasserglas: Lärmaktionsplanung ist geltendes Recht und über die Südwestumgehung entscheidet der Bund (und seine Finanzen). Wir GRÜNE sind der Ansicht, unser Land braucht das Geld des Bundes für wichtigere Dinge.