Der lange Weg zum Klimabeirat.
Das Ende der Gartenschau bedeutet nicht das Ende der Stadtentwicklung. Jetzt geht es darum, die Zukunft Brettens nachhaltig zu gestalten. Dazu brauchen wir Sie, liebe Bürger*innen, denn nur gemeinsam lässt sich das Ziel der kommunalen Klimaneutralität bis 2035 erreichen. Einen wichtigen Schritt hat der Gemeinderat mit dem Beschluss eines interfraktionell initiierten Klimabeirats gemacht. Das neue Gremium, besetzt mit sachkundigen Bürger*innen, schafft Raum für die öffentliche Diskussion zentraler Fragen: Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel und die grundlegende Umgestaltung der Energieversorgung. Eine solche Beteiligung erscheint dringend notwendig, denn viele entscheidende Weichenstellungen, etwa im Rahmen der Wärmeplanung, treffen derzeit die Stadtwerke Bretten GmbH ohne öffentliche Einbindung. Der Klimabeirat übernimmt hier eine vermittelnde Rolle zwischen Gemeinderat, Verwaltung, städtischen Gesellschaften und Bürgerschaft.
Der Weg bis zur Umsetzung gestaltete sich lang und mühsam. Erst im September 2024 legte die Stadtverwaltung eine Geschäftsordnung vor – eineinhalb Jahre nach dem ursprünglichen Beschluss. Im Frühjahr 2025 gingen 32 Bewerbungen ein. Oberbürgermeister Nico Morast, mit der Vorgeschichte kaum vertraut, schlug vor, alle Interessierten in einen „Arbeitskreis Klima“ einzuladen. Zahlreiche Stimmen warnten jedoch vor einem so großen Gremium, das kaum arbeitsfähig erscheint. Daraufhin entwickelten Nina Tossenberger (Grüne) und Philipp Brüggemann (aktive) ein klares und faires Wahlverfahren: In neun thematisch gegliederten Bereichen – von Energie über Naturschutz bis Mobilität – wird jeweils eine Person gewählt. Wer in einem Bereich zum Zuge kommt, scheidet in anderen automatisch aus. Mehrfachvertretungen desselben Vereins sind ausgeschlossen. Nach der Spartenwahl wählt der Gemeinderat zusätzlich bis zu sechs Expert*innen aus dem verbleibenden Bewerberfeld aus.
Es grüßen
Ute Kratzmeier, Otto Mansdörfer, Frank Schneidereit und Nina Tossenberger