Grüner Stammtisch – Busverkehr

In der Tradition der monatlichen Themenstammtischen der Brettener GRÜNEN durchleuchtete der Verkehrsplaner Daniel Priem dieses Mal das Busverkehrsnetz in Bretten

Schon in der anfänglichen Fragerunde an die Teilnehmenden kristallieren sich wichtige Punkte heraus. Während die Busse unter der Woche im Halbstundentakt fahren, verkehren sie am Wochenende nur stündlich. Nach 20 Uhr endet der Busverkehr.

Dies erklärt, warum die Busse nur während der Schulzeiten gut ausgelastet sind. Eine spontane Nutzung am Wochenende für einen Ausflug in die Innenstadt ist bei einem Stundentakt unattraktiv und gerade abends wäre doch schön nach einem Gläschen Wein oder einem kühlen Bier entspannt den Bus nehmen zu können.

Abhilfe schafft das mit dem Fahrplanwechsel ab Dezember 2025 zum Einsatz kommende Ruftaxi „MyShuttle“, ein vorbestellter Fahrdienst über die KVV.easy App.

Für die Bürgerschaft, ohne Deutschlandticket, ist eine einzelne Fahrt innerhalb von Bretten, mit 2,80 € bei Erwachsenen auch eine Preisfrage, die dazu führt, das Auto zu bevorzugen. Immer im Verhältnis der vielen kostenlosen Parkplätzen, die es in der Stadt gibt und dem eingeschränkten zeitlichen Angebot.

Für Gelegenheitsfahrende ist die CiCoBW-Funktion der bwegt App interessant, über die einfach eine Bezahlung der tatsächlich gefahrenen Strecke möglich ist, durch Betätigen beim Ein- und Aussteigen. 

Es bleibt die Hürde, dass der Fahrgast in Bretten an Haltestellen ohne Anzeigetafeln, die Busliniennummern kennen muss, um in den richtigen Bus einzusteigen. Die Haltestellen sollten überdacht sein, mit Sitzgelegenheiten und die Aushänge sind oft nach kurzer Zeit nicht mehr lesbar.

Positiv wird wahrgenommen, dass ohne Rendezvoussystem die Umstiege besser klappen und Wöhrle auch bei Schlechtwetter zuverlässig fährt.

Anregungen kamen mit der Anbindung der Diedelsheimer Höhe, zum Einkaufen und einer Haltestelle des Rinklinger Buses, an der Rückseite des Bahnhofs. Auch die Verbindung von Oberderdingen nach Bretten, führt aktuell nur über Flehingen und der S-Bahn.Für den überregionalen Busverkehr fördert das Land Baden-Württemberg mit einem Förderprogramm für Regiobuslinien. Dies würde sich für die Verbindung Bretten Pforzheim anbieten.